Marc Lustig

Führung als Dunkle Materie in Theorie und Praxis. Von Mary P. Follett bis Sociocrazy 3.0

Marc bewegt sich seit seiner Jugend in dem wechselseitigen Spannungsfeld zwischen der stringent kausalen Welt eines Software Entwicklers einerseits und einem humanistischen Weltbild basierend auf dem Studium der Sozialwissenschaften, Philosophie und Anthropologie sowie mehreren Coaching Ausbildungen andererseits. Als Coach für Unternehmensentwicklung hilft er seinen Kunden, die organisationale Identität im systemischen Gleichgewicht mit der Außenwelt zu entdecken. Ihn leitet die Erkenntnis, dass die Transformation zu einer wertschöpfungszentrierten Organisation die Bereitschaft sowohl vom einzelnen „Mitarbeiter“, als auch von der Organisation erfordert, über die Prinzipien der Achtsamkeit innerlich zur Ruhe zu kommen und über die Neuentdeckung des Selbst sich einem höheren Zweck zu unterstellen. Dies setzt den Mut voraus, in der vermeintlichen Verlangsamung die Beschleunigung zu entdecken.

Open Space Agility (OSA)

Mary P. Follett erkannte in den 1920er Jahren, welche unlösbaren Probleme mit hierachischer Führung verbunden sind. Sie entwickelte das Konzept des Invisible Leadership, bzw. Führung als „Dunkle Materie“. Sie zeigt auf, welche Voraussetzungen hierfür erfüllt sein müssen.
Vor diesem Hintergrund schauen wir uns aktuelle Konzepte wie Holacracy, Sociocrazy 3.0 und Open Space Agility (OSA) an. Wir erkennen hier eine Wiedergeburt der Grundgedanken von Follett und sehen, dass die heute zugrunde gelegten Probleme im Wesentlichen identisch sind mit denen, die Follett lösen wollte.
In Kleingruppen diskutieren wir darüber, welche Ursachen zugrunde liegen könnten, dass in 100 Jahren vermeintlichen Fortschritts keine strukturelle Entwicklung auf Ebene der Führungskultur festgestellt werden kann. Im Anschluss integrieren wir die Ergebnisse und stellen sie in den Kontext des Erklärungsmodells des Referenten.

Nutzen für die Teilnehmer/innen

  • Überblick zu den Problemen, die aus hierarchischer Führung entstehen.

  • Erkenntnis, dass die Konzepte verteilter Führung eine Geschichte bis mind. in die 1920er Jahre haben und das aktuelle Modelle verteilter Führung die gleichen grundlegenden Probleme adressieren.

  • Überblick zum Status Quo von „New Work“ und „agiler Führung“: warum gibt es so wenige Unternehmen mit einer wirklich flachen (holokratischen) Organisationsstruktur?

  • Verständnis dafür, dass die Ursachen für die „Stagnation“ eine ganzheitliche Sicht auf die gesellschaftliche Entwicklung erfordern.

  •  Welche Voraussetzungen müssen für ein verteiltes Führungsmodell erfüllt sein, und was würde damit ermöglicht werden?

12. - 13. November 2020 

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